Begrüßung
Heute wird der SEEROSENPREIS 2010 der Stadt München hier an
diesem geschichtsträchtigen Ort, dem Kunst-Pavillon im alten
Botanischen Garten, an
Dorothea Frigo und Hermann Bigelmayr verliehen.
Es ist für sie ein denkwürdiger Tag.
Preise zu verleihen ist immer eine wunderbare Sache.
Warum wird ein Preis verliehen?
Wer hat den Preis initiiert?
Wie wichtig sind Preise?
Wer sind die Preisträger?
Diese Fragen gilt es zu beantworten.
Gerne möchte ich das über eine Laudatio versuchen.
Im Mittelpunkt stehen eine Künstlerin und ein Künstler.
Es ist nicht nur das Werk, sondern die Verknüpfung von Künstler und Werk.
Der
Seerosenpreis ist ein Kunstpreis, der für ältere, verdiente Bildende
Künstler aus dem Raum München vergeben wird. Die Auszeichnung wurde
1962 auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Hans-Jochen Vogel
und des Malers Hermann Geiseler von der Stadt München gestiftet.
Preisträger können auch Künstler sein, die in ihrem Kunstleben eng mit
München verbunden sind. Vergebendes Gremium ist der Verein
Seerosenkreis. So steht es in den Statuten. Wichtig ist noch zu
erwähnen, dass das ein Preis ist, der von Künstlern für Künstler
vergeben wird.
Seit 58 Jahren wird der Preis vergeben und heute geht er an
Dorothea Frigo und Hermann Bigelmayr
Sie sind die Nr. 51 und 52 in der langen Liste der schon ausgezeichneten Künstler und Künstlerinnen.
Mit diesem Preis werden zwei Künstler geehrt, die lange Jahre
ihrer Leidenschaft nachgegangen sind und Werke von unglaublicher
Durchgängigkeit und Dichte geschaffen haben und sicher noch
schaffen werden. Jeder für sich hat einen Weg gefunden, seine
Ideen und Vorstellungen zu verwirklichen. Beide haben in ganz
unterschiedlicher Weise stilistische Entwicklungen vorzuweisen. Sie
haben sozusagen ein künstlerisches Brainstorming durchlaufen. Von
der Tradition entfernt Ideen entwickelt, Materialien und Techniken neu
erfunden. Beide haben sich Wettbewerben gestellt, Aufgaben
übernommen, für andere Künstler sich eingesetzt und
werden nun heute geehrt.
Dorothea Frigo und Hermann Bigelmayr sind Vertreter
der dritten Dimension.
Es interessiert sie Skulptur, Plastik und Installation. Das macht den Werküberblick
spannend. Vor allem, wenn diese beiden künstlerischen Ausdruckformen in dieser
Ausstellung aufeinander treffen. Es ist ein kleiner Ausschnitt aus ihrem
umfangreichen und vielfältigen Schaffen, der hier gezeigt wird.
Es ist das
Naturverbundene, dem Wachstum verpflichtende und das Künstliche.
Es ist das Flüchtige der Daten- und Zeitvermittlung, aber auch die Überwindung
von Zeit und Raum. Werke die Geschichte schreiben.
Darum wird
ihnen heute der Preis verliehen!
Um die Beiden noch etwas genauer
vorzustellen, sind Biographien immer eine Fundgrube.
Dorothea Frigo 1949 in Burk geboren.
Aus Burk stammt auch Georg Friedrich Christian Bürklein. Ein deutscher Architekt
und Schüler von Friedrich von Gärtner. Er baute das Maximilianeum
und war verantwortlich für die Maximilianstraße.
Dorothea
Frigo absolvierte von 1977 bis 1983 ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München.
1994 erhielt sie dort ein Stipendium, 1995 eines am Goethe-Institut
in Hyderabad
und 1997 ein weiteres an der Prinzregent-Luitpold-Stiftung
in München. Von 2001 bis 2002 war sie Artist in Residence am Goethe-Institut in Jakarta.
Sie ist Kuatoriumsmitglied der Stiftung Kunstfonds Bonn und Mitglied der GEDOK
München und heute erhält sie den Seerosenpreis der Stadt München..
Ihr Werk umfasst Installationskunst,
Objektkunst sowie Kunst am Bau und im öffentlichen Raum.
Werke Frigos waren an zahlreichen bedeutenden Ausstellungsorten zu sehen,
darunter 1989 am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn, 1996 in der
Staatsgemäldesammlung in München und 2002 in der Großen Kunstausstellung im Haus der
Kunst München.
Einige ihrer Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen, darunter in der Bayerischen
Staatsgemäldesammlung und in der Sammlung des Forschungs- und
Kompetenzzentrums der SKW Trostberg und Degussa. Zu ihren Werken im
öffentlichen Raum zählen der Goldene
Käfig von 1990 auf dem Kunstpfad der Universität Ulm , 2002 die
Glasskulptur, Transparente Linie, im
Innenhof des Goethe-Instituts in Jakarta/ Indonesien und die Installation Lichtgewicht
von 2008 im Waaghäusl des Klosters
Fürstenfeld.
Hermann
Bigelmayr 1958 geboren in Jettingen
Auch Jettingen hat eine Berühmtheit. Es
ist Dominikus
Böhm, ein deutscher
Architekt
und Kirchenbauer des 20. Jahrhunderts.
Von
1973 bis 1976 besuchte Hermann Bigelmayr die Berufsfachschule für Holzbildhauer
in Oberammergau. Danach erfolgte das Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie
München bei Prof. Hans Ladner von 1976-1982, 1980 wurde er Meisterschüler.1982
schloss er das Studium mit dem Diplom ab.1988-90 war er dann Assistent bei Prof.
Hans Ladner. Von 2001 bis heute ist er Dozent und hat Lehraufträge u. a. an der
Fachhochschule München im Fachbereich Architektur.
Er
erhielt zahlreiche Stipendien, Projektförderungen und Preise: 1980
Studienstiftung des deutschen Volkes, Debütanten-Preis der Bayerischen Staatsregierung,
1982 Stipendium des DAAD für ein Jahr in Paris, 1984 Auslandsstipendium
Studienstiftung in Florenz und Förderpreis der Stadt München, 1988 Förderpreis
der Bayerischen Staatsregierung sowie zweimal eine Projektförderung.
1998 wurde er mit dem Pasinger Kunstpreis geehrt. Er ist Mitglied der Münchener
Secession und heute erhält er den Seerosenpreis der Stadt München
Das
ist nur eine Zusammenfassung der sehr bewegten Biographie. Eine Aktion ist zu
erwähnen: Den Erwerb und Umbau eines bäuerlichen Anwesens als Atelier in
Freihalden 1990, eine architektonische Leistung.
Beide Künstler haben am 20. Februar
Geburtstag. Ein hoch auf die Fische. Das sind liebenswürdige und sensible
Menschen und die Begabung liegt im künstlerischern.
Doch für eine Laudatio finde ich
es noch spannender, das von der Jury bestimmt wurde, Hermann und Dorothea zu ehren.
Hermann
und Dorothea
ein Epos in neun Gesängen von
Johann Wolfgang von Goethe.
Der Inhalt des Epos ist nicht
so ergiebig für eine Ehrung der Beiden, aber die Gesänge tragen die Namen der
antiken griechischen Musen, den Schutzgöttinen der Künste, den Musen
in der Kunst. Die Heiligtümer der Musen, die Museen sind
der richtige Ort für die Werke der beiden Künstler.
Mal
sehen was die Musen mit Dorothea und Hermann verbindet.
Da ist Klio,
die Rühmende, die Muse der Geschichtsschreibung mit den Attributen:
Papierrolle und Schreibgriffel.
Dorothea schreibt GESCHICHTE mit dem Attribut Leichtigkeit und
Schwere
Sie schafft Erfahrungsräume, vollzieht Eingriffe in gegebene Örtlichkeiten.
Verarbeit Datenmüll, erfindet neue
Sinnbilder für das Schwere und das Leichte.
Dorothea
hält den Schreibgriffel in der Hand: Damit bearbeit sie den Datenmüll,
schafft
Säulen der Zeit, kümmert sich um Makulatur und Datenstau und schreibt Geschichte
nicht zuletzt mit dem Sinnbild des Federkiels, der Feder und im übertragenen
Sinn mit Videobändern.
Hermann schreibt GESCHICHTE mit dem Attribut der Halme und
dem Samenkorn.
Hermann Bigelmayr bearbeitet Holz so dünn wie Papier. Er lotet Grenzen aus in
Dimension von Zerbrechlichkeit mit unvorstellbarer Stabilität und
Zähigkeit. Er schafft Oberflächen, die
fast vergessen lassen, dass Holz ein Produkt der Natur ist. Das ist das
Richtige für Hermann. Holz ist sein Attribut, sein Schreibgriffel. Er ist so
der Natur verpflichtet. Vom Samenkorn zur Raumskulptur, vom Halm zum
übernatürlichen Wachstum, vom Stuhl zum Tor, vom Kreuzzeichen im Nichts. Das sind Attribute mit denen man Hermann
rühmen und preisen kann.
Zweiter
Versuch eine Muse zu bemühen: Kalliope,
die mit der schönen Stimm ist die Muse der epischen Dichtung mit dem
Attribut der Schreibtafel.
|
Dorothea’s
Schreibtafeln sehen so aus:
Pizza dellàrte Aktion, Spagettigrafiken als rhythmische Reihen,
Goldener Käfig für eine Rose auf dem Kunstpfad der
Universität Ulm. Oder das Projekt Erdzeit, eine 12 x 12
große Raumarbeit aus Steinkohle
mit Klanginstallation des Tones G, dem Erdton.
Zum einen das grafische Element, zum anderen die Struktur der Fläche.
Der Werkstoff Federn und Ton erheben ihre Stimme und künden von Leichtigkeit. Diese
Installationen werden begleitet durch unendlich viele Zeichnungen, Zeichnungen,
die beim Tanzen entstehen. Sie werden zum bewegten Körper geschrieben und sind
wie epische Gedichte – im Ablauf
und Rhythmus. Das Zeichenhafte ist wie
eine Erzählung über die Bewegung.
Eine ungewöhnliche Welt der Ausdruckformen
und der Vielfalt in Material und Technik zeichnet die Arbeiten von Dorothea
Frigo aus. Sie versteht zum einen Kunst
als Lebensmittel, als Mittel zum Leben, schafft visuelle Dokumentationen, um
dann wieder in den Feder- bzw. Tontürmen ihre Stimme zu erheben. Das sind
Antworten auf Dichtung und Philosophie im Werk von Dorothea Frigo.
Aber wie sieht Hermanns
Schreibtafel aus:
Ein leerer Stuhl, nur einen Steinwurf von Goethes Wohnhaus entfernt, steht am
Frauenplan in Weimar die Großplastik „Lehrstuhl - leerer Stuhl“. Eine Skulptur
von unglaublicher Wuchtigkeit und Präsenz, nicht nur 20 Tonen schwer, sondern
7.50 m hoch. Ein Zeichen für archaische Kraft vor der Universitätsbibliothek in
Weimar. Eine Verbindung der klassischen Wissenschaften – eine Hommage an Goethes:
Hermann und Dorothea?
Auch
seine Arbeiten
“Kreuz im Nichts“ „Zeichen am Fluss“
„Torbogen“ „Kreuzsäule“ und “Sich
aufrichtende Halme“, sind Aufzeichnungen der Grenzen des
Wachstums und der
Machbarkeit. Vielleicht ist die quadratische Meditationsfläche
– blattvergoldet
– dann die Antwort auf alle skulpturalen Arbeiten, die je Hermann
geschaffen
hat als eine Art der Dichtung und der Philosophie mit
künstlerischen Mitteln? Dichtung
eben ohne Worte.
Die dritte
Muse Terpsichore,
die fröhlich im Reigen Tanzende, mit dem Attribut der Leier
Das sind Dorotheas tanzende Feder und
Tonarbeiten, die sich zwischen Leichtigkeit und Schwere bewegen. Schwerer Ton
kann also leicht erscheinen, leichte Federn schwer. Dann sind es die Arbeiten
mit Tonbändern: Ariadnes Faden, Nachtprogramm – Videotower, um nur einige zu
erwähnen. In die Kreuzverbindungen, ÜberlagerunDas sind Dorotheas tanzende Feder und
Tonarbeiten, die sich zwischen Leichtigkeit und Schwere bewegen. Schwerer Ton
kann also leicht erscheinen, leichte Federn schwer. Dann sind es die Arbeiten
mit Tonbändern: Ariadnes Faden, Nachtprogramm – Videotower, um nur einige zu
erwähnen. In die Kreuzverbindungen, Überlagerungen und Transmissionen sind
sanfte Töne eingeschrieben, die nicht verstummen. Gerade die visuellen
Dokumentationen sind ein fröhlicher Reigen und Ausdruck der Chorlyrik, viele
Worte sind verstummt, aufgezogen auf Tafeln und nur noch in ihrer Materialästhetik
erlebbar. Lesbar nur noch in der Erinnerung. Der Hauch einer Anwesenheit von
Worten. Schöner kann Tanz nicht gemeint sein.
Zu Hermanns
Muse Terpsichore fällt mir gleich die Arbeit mit den Halmen ein. Die Grenzen
des Wachstums werden aufgezeigt, ein Halm von 30 m Länge vor dem Institut für
Umwelt und Gesundheit, gebrochen und doch sich aufrichtend. Tanzend in den
Himmel weisend. Luftsprünge, Zeichen von Bewegung und Anmut.
Oder zwei sich aufrichtende Halme über Gefängnisgrenzen hinweg. Oder drei sich
aufrichtende Halme in leuchtendem Grün im See von Schloss Blutenburg.
Dann die vielen Grashalme in den verschiedensten Kunsträumen,
wie hier als Formation über Wand und Boden.
Es ist ein Tanz der Leichtigkeit, ein Rhythmus der ewigen Wiederkehr, ein Tanz
der leisen Töne man hört den Klang der Leier.
Die Halme stehen für einen neuen Kosmos und stehen für das Verhältnis
von Mensch und Natur.
Die vierte
Muse Melpomene,
die Singende, ist die Muse der Tragödie
mit dem Attribut: Schwert oder eine Keule
Dorotheas Künstlerleben im Bezug
zur Muse Melpomene:
Im Künstlerleben von Dorothea Frigo gibt es auch die Stürme des Lebens.
Abgesehen davon, wie schwierig es ist, als Künstlerin zu überleben und trotzdem
seiner inneren Stimme zu folgen, das zeichnet eine Künstlerin mit Leidenschaft
und Sendungsbewusstsein aus. Kunst zu machen ist auch eine Kampfansage. Auch
sie kann Geschichten erzählen, Geschichten die wiederum ihren Arbeiten Ausdruck
verleihen. Der Zyklus Metropolis, aus der Werkgruppe “Türme der Erinnerung“ – den
Wesen zwischen Mensch und Natur – ist sie von Anfang an verpflichtet. Ein
Zeichen der Wiederkehr, um den Stürmen und Anforderungen des Lebens zu
begegnen.
Hermanns Künstlerleben im Bezug zur Muse Melpomene:
Es ist auch der Ort um zurückzublicken zu den vielen Wettbewerben, die ein
Künstler zu durchlaufen hat. Viele Beteiligungen, viele kreative Wünsche wurden
in Modelle umgesetzt, viele Nächte wurden durchgearbeitet und viele unmögliche
Ideen doch umgesetzt. Alleine die Geschichte vom Umbau des Ateliers 1990 in Freihalden um einen Wettbewerb von gigantischem
Ausmaß durchführen zu können, ist eine abendfüllende Geschichte und bezeichnend
für Hermann. Auch wenn alle sagen, das geht niemals, für ihn geht es. Diese Leidenschaft
hat er bestimmt von der Muse Melpomene. Es gibt keine Tragödie, nur eine neue
Kraft, um den Unbill der Stürme des Lebens zu begegnen. Dafür steht auch die Arbeit “Das Kreuz im
Nichts“. Fünf Tonnen einer Gneisplatte wurden in 9 Meter Höhe aufgerichtet und
schweben als Symbol für alle Religionen der Welt über dem Friedhofsgelände.
Fünfte Muse Urania ist die Himmlische mit dem Atttribut der Himmelskugel
und Zeigestab
Dorotheas Muse Urania steht für den glücklichen Ausgang. Es
sind die Federarbeiten, die flügelleicht sich
abheben. Schießbudenfedern, die sonst nur als Trostpreis vergeben werden,
verwandelt Dorothea in Flügelobjekte, die den ganzen Raum erfüllen. Es sind
Flügelwesen die sich auch zu Trombenformen schließen und wieder zu Pfeilen und
Zeigestäben werden, zu Windhosen, die wie Himmelskörper den Raum durchschießen
und zu Säulen mutierten. Es sind für sie auch Königsmäntel, wie sie als Zeichen
der Macht in urvölkischen Kulturen vorkommen. Himmlische Wesen die der
Erdenschwere entkommen.
Zum anderen
sind es die Videowürfel. Sie erscheinen hier wie vom Himmel gefallen. Eine
raumbezogene Arbeit, die das Raster der Deckenöffnung und die Proportionen des
Raumes aufnehmen und nachzeichnen. Insight/out beschreibt den Raum im Raum.
Gleich drei Positionen in wachsenden Größen sind im Pavillon angekommen.
Es sind sehr verschiedene Einblicke, aber auch
Durchblicke möglich. Die Daten überkreuzen
sich, bilden Endlosschleifen von Informationen und wie sie sagt:
Der Datenmüll ist in der Zeit angekommen.
Hermanns Bezug zur Muse Urania lässt sich auch herstellen. Ein
wesentlicher Faktor in allen Arbeiten
von Hermann sind aufgerichtete Zeichen. Selbst die Samenkörner und Rosenblätter
lösen sich aus dem Verbund der Erdenschwere. Wie ein Zeigestab richten sich die
Halme auf, wie hier in der Ausstellung zu sehen ist. Es sind die kleinen Ausgaben
einer Formation. Im Außenraum recken sich Hermanns Zeichen 6, 8 oder 15 Meter
empor. Die Anforderung, eine Skulptur mit 15 Metern aufzurichten, ist
beeindruckend und macht den Menschen klein. Weitblick und Offenheit lässt
himmlisch-sphärisches erklingen, wenn Hermanns Skulpturen in den Wettstreit mit
der Himmelskugel treten.
Es wären noch vier
Musen zu vergeben: Thalia, Euterpe, Erato. Aber mit Polyhymnia
der Hymnenreichen, der Weltbürgerin, wollen wir feien, denn Dorothea und Hermann waren beide als
Weltenbürger unterwegs.
Dorothea Frigo 1995 in Hyderabad (Indien)
am Goetheinstitut und als Artist in Residence in Indonesien mit Lehraufträgen
und Studienaufenthalten.
Hermann Bigelmayr 1997 war Leiter eines Workshop
am Sculpture Projekt in Bagamoyo (Tansania) organisiert vom Goethe Institut Dar
er Salaam.
Über
30 Großplastiken hat er geschaffen und unzählbare Ausstellungen bestritten.
Auch
Dorothea Frigo hat ungezählte Ausstellungen und Projekte durchgeführt, die
Liste ist unendlich lang. Ein Katalogprojekt von Dorothea Frigo mit drei
Publikationen, begonnen 1997 erweitert 1999/2010, gibt ausführlich Kunde davon.
Deshalb erhalten sie den
Seerosenpreis 2010.
Nun wird gefeiert. Es ist ein
Moment der Freude und Ehre. Wir alle freuen uns mit Euch, Dorothea und Hermann,
die ihr diese Auszeichnung von Künstlern für Künstler erhalten habt. Es sei euch
Ansporn und Wertschätzung für euch persönlich.
Wir freuen uns über den Einblick in eure Arbeit, die
nun in diesem Raum Zwiesprache halten wird. Ein Feldzug der Halme und ein
verstummter vom Himmel gestürzter Tonträger – so genannter stummer Datenmüll.
Es wäre interessant zu erfahren was sie sich zu sagen haben und welche Muse, von
den Neunen, euch nun küsst.
Prof. Dorothea Reese-Heim
|